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Klima-Werkstatt
Klimaschutz- und Anpassungspotenziale einer Region und ihre Erschlie▀ung

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Fotos: pixelio.de

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"Klimaschutz im Alltag ÔÇô Die Macht der Verbraucher" Regionalkongress  am 09.05.09 im Rathaussal Traunstein

 

   

38 Studienteilnehmer als "Klimahelden" gek├╝rt

38 Studienteilnehmer wurden beim Regionalkongress ÔÇ×Klimaschutz im Alltag- Die Macht der VerbraucherÔÇť im Gro├čen Traunsteiner Rathaussaal zum ┬╗Klimahelden┬ź gek├╝rt. Gemeinsam mit der Regionalw├Ąhrung Chiemgauer f├╝hrte die Klima-Werkstatt der Technischen Universit├Ąt M├╝nchen (TUM) eine halbj├Ąhrige Untersuchung mit vier Verbrauchergruppen durch. Das Ergebnis: Mit relativ einfachen Ma├čnahmen l├Ąsst sich die pers├Ânliche CO2-Bilanz reduzieren. Wichtig ist dabei, dass die Sache Spa├č macht und gemeinsam mit Gleichgesinnten durchgef├╝hrt wird.

Die Lust am klimafreundlichen Verhalten

Es geht nicht um Angstmache, ├ľkodiktatur oder schlechtes Gewissen. ┬╗Es geht um die Kunst, Lust am klimafreundlichen Verhalten zu haben┬ź, sagte Dr. Christian Ganzert von der Klima-Werkstatt der TUM im voll besetzten Gro├čen Rathaussaal. Der Regionalkongress zeigte konkret auf, wie sich Spa├č und Freude am klimaschonenden Verhalten von Verbrauchern vermitteln l├Ąsst, was funktioniert und was dabei herauskommen kann.
Mit einfachen Ma├čnahmen wie z.B. bewusstem L├╝ften, dem Wechsel zu ├ľkostromanbietern, der Bevorzugung von regionalen Waren und dem Verzehr von weniger, aber daf├╝r qualitativ hochwertigen Fleischprodukten aus der Region, kann der pers├Ânliche CO2-Aussto├č eines Durchschnittsb├╝rgers um 13 % reduziert werden.

     
Die halbj├Ąhrige Studie mit Verbrauchergruppen in Traunstein, Rohrdorf, Inzell und Ainring zeigte, dass es allerdings nicht ausreicht, Menschen ├╝ber den Klimawandel und seine Auswirkungen zu informieren und aufzukl├Ąren. Damit Verbraucher ihr Verhalten ├Ąndern, und sie Ma├čnahmen, wie z.B. den Einkauf von regionalen Lebensmitteln in ihre Alltagsroutinen integrieren, m├╝ssen sie begeistert werden. Eine wichtige Rolle kommt dabei der Gemeinschaft zu. Es f├Ąllt dem Einzelnen leichter seinen Lebensstil zu ver├Ąndern, wenn er sich nicht als Einzelk├Ąmpfer f├╝hlt. In einer Gruppe Gleichgesinnter kann man sich ├╝ber die erlebten Erfahrungen, Erfolge aber auch R├╝ckschl├Ąge austauschen. Das motiviert und macht dr├╝ber hinaus auch noch Spa├č.
K├╝r der "Klimahelden"
   

Julia Knechtel (Universit├Ąt Salzburg) und Silvia Herrmann (Humboldt-Universit├Ąt Berlin) pr├Ąsentierten den 80 Besuchern des Regional-kongresses, welche CO2-Einsparpotenziale im Alltagsverhalten liegen. Anhand von ┬╗Aha-Erlebnissen┬ź der Studienteilnehmer veranschau-lichten sie blitzlichtartig, wo und warum das Verhalten ge├Ąndert wurde. Immerhin jede f├╝nfte w├Ąhrend der Studie vorgeschlagene Ma├čnahme zur Verringerung des CO2-Austo├čes wurde von den Teilnehmern aufgegriffen.

┬╗Da sind wir stolz darauf und es stimmt total zuversichtlich┬ź, so Julia Knechtel. Die Studienteilnehmer wurden als Anerkennung f├╝r ihre Leistungen und ihr Engagement im Bereich des Klimaschutzes als ÔÇ×KlimaheldenÔÇť gek├╝rt. 
 
Fachvortr├Ąge und Kabarett

  
Die Verbraucherstudie best├Ątigte die Ausf├╝hrungen von Dr. Niko Paech von der Carl-von-Ossietzky-Universit├Ąt Oldenburg, der ├╝ber die Grenzen des Wachstums und seine Alternativen referierte. Der unverh├Ąltnism├Ą├čig hohe Verbrauch nat├╝rlicher Rohstoffe f├╝hrt auf Dauer unausweichlich zur Zerst├Ârung der Erde. Die Alternative liegt vielmehr in einer sozialen und ├Âkologischen ├ľkonomie jenseits jeglicher
Wachstumsabh├Ąngig-keiten und ÔÇôzw├Ąnge. ┬╗Die B├Ąume wachsen ja auch nicht in den Himmel┬ź, so Paech. 

  
 

 

Das untermauerte auch Wolfgang Pekny von Footprint ├ľsterreich mit einem mitrei├čenden Appell. Wer anfange, ├╝ber seinen pers├Ânlichen ├Âkologischen Fu├čabdruck nachzudenken, finde schnell zum Handeln, denn wir leben auf zu gro├čem Fu├č. W├╝rden alle Menschen so leben wollen wie wir in Europa, br├Ąuchten wir bald 3 Planeten! Mit dem ├Âkologischen Fu├čabdruck ist die theoretische Fl├Ąche gemeint, welche jeder Mensch zum Leben aufgrund seines Verhaltens ben├Âtigt.

  

    

 
Die ┬╗Klima-Werkstatt┬ź sorgte daf├╝r, dass die Studie das lebt, was sie lehrt: Mit einem Buffet regionaler und saisonaler Speisen und Getr├Ąnken aus der Heimat tat man etwas f├╝r den Leib. Mit dem ┬╗nachhaltigen klimatischen┬ź Kabarett von ┬╗
Lainer & Linhart┬ź etwas f├╝r die Seele.

Die Verbraucherstudie startete im Dezember 2008.

Die teilnehmenden Haushalte wurden gezielt beraten und informiert und f├╝r jeden Teilnehmer wurde eine pers├Ânliche Klimabilanz erstellt.

In verschiedene Gruppentreffen und Infoveranstaltungen, stets in einer Kombination von Information, Erleben und Schmecken, erfolgte eine weitere Beratung und Sensibilisierung.

 

Einladungsflyer und Programm "Klimaschutz im Alltag - Die Macht der Verbraucher"

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