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Klima-Werkstatt
Klimaschutz- und Anpassungspotenziale einer Region und ihre Erschließung

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2. Infoabend "ErnÀhrung und Konsum" am 13.03.09, Rathaussaal Traunstein

   

Regional und saisonal Essen – eine Gute Wahl fĂŒrs Klima

70 Teilnehmer am zweiten großen Infoabend der gemeinsamen Verbraucherstudie der Klima-Werkstatt der Technischen UniversitĂ€t MĂŒnchen (TUM) und des Chiemgauer e.V. erlebten ein spannendes, abwechslungsreiches Programm: Ausstellung, Fachvortrag, Podiumsdiskussion mit vielen Fragen und ein leckeres regional-saisonales Essen.

 Fachvortrag: klimafreundliche ErnĂ€hrung

»Kann man klimafreundlich essen«? Ja, man kann. Auf diesen Nenner lĂ€sst sich der Vortrag von Dr. Karl von Koerber, Fachbereich nachhaltige ErnĂ€hrung der Technischen UniversitĂ€t MĂŒnchen (TUM) bringen. Der ErnĂ€hrungswissenschaftler vermittelte rund 70 Teilnehmern beim zweiten großen Infoabend der gemeinsamen Verbraucher-studie der Klima-Werkstatt und dem Regionalgeld Chiemgauer im großen Rathaussaal der Stadt Traunstein, dass die ErnĂ€hrung derzeit einen beachtlichen Anteil am CO2-Ausstoß in Deutschland hat, nĂ€mlich circa 20%.

   

Essen hat also direkt etwas mit dem Klimaschutz zu tun und jeder kann mit seinem ErnĂ€hrungsstil einen Beitrag leisten, das Klima zu schonen. Wer sich gesund und klimafreundlich ernĂ€hren will, der sollte laut Dr. von Koerber auf folgende sieben Dinge Wert legen: pflanzlicher Kost den Vorrang geben, auf umweltschonend angebaute Produkte setzen, zu regionalen und saisonalen Lebensmitteln greifen, auf umweltvertrĂ€gliche Verpackungen achten, einen fairen Preis fĂŒr fair erzeugte Produkte zahlen, schließlich nicht außer Acht lassen, alles bekömmlich zuzubereiten und genussvoll mit Zeit und Ruhe genießen. In diesem Zusammenhang ist der Fleischkonsum ein heikles Thema. Dr. Karl von Koerber gibt hierzu den Rat, ab und zu auf Fleischgerichte zu verzichten und beim Einkauf auf gute FleischqualitĂ€t aus der Region zu achten.

Damit fasste Dr. von Koerber in wenigen SĂ€tzen wichtige GrundsĂ€tze fĂŒr ein klimafreundliches Alltagsverhalten zusammen. Denn um die Vermittlung von Ideen und Tipps fĂŒr klimafreundliches Verhalten geht es auch bei der aktuellen Verbraucherstudie der Klima-Werkstatt und des Chiemgauer. Bei der Studie wird erforscht, was der Normalverbraucher in seinem regionalen Umfeld fĂŒr den Klimaschutz und seinen eigenen Geldbeutel tun kann. Dazu gehören Themen wie anderes Heizen, Auto fahren, Strom verbrauchen, aber auch eine andere Art der ErnĂ€hrung.

Regionale Aussteller
  

Neben dem informativen Vortag ĂŒber klimafreundliche ErnĂ€hrung boten verschiedene regionale Aussteller spannende und abwechslungsreiche Informationen zum Thema Konsum und ErnĂ€hrung. Sie zeigten ganz praxisnah wo sich frische SĂ€fte (Firma Stadler), Erdbeeren (Franz Eitzinger) und Brot aus der Region (Bavarian Walking und Prientaler Bergbauernladen) oder auch fair und sozial erzeugte Waren (Eine-Welt-Laden Rosenheim) kaufen lassen. 


Die Greenpeace-Gruppe Chiemgau und Elektro Kirmse deckten mit ihren InfostĂ€nden das Thema umweltfreundliches Papier und energiesparende Beleuchtung und ElektrogerĂ€te ab. Außerdem beantworteten Frau Wolles Natur-Haus und die Simssee Handweberei Licht viele Fragen ĂŒber regional und ökologisch hergestellte Stoffwaren.
 Podiumsdiskussion und ein klimafreundliches Buffet

Vor der Praxis kommt meist die Theorie. Verpackt in eine Podiumsdiskussion entpuppte sie sich zu einem fesselnden Veranstaltungselement. Die GesprÀchspartner Dr. Karl von Koerber von der TUM, Helmut Schmidt vom Bioring-Markt Raubling, Franz Galler vom Sterntaler und der Sozialgenossenschaft RegioSTAR eG, der Traunsteiner Unternehmer Alexander JÀger (Frau Wolles Natur-Haus) und Anton Bernauer von Region aktiv diskutieren intensiv, was klimafreundlichen Konsum aus ihrer Sicht ausmacht.

Am Ende lockte die Teilnehmer ein buntes Buffet. Zusammengestellt und gekocht von Betty Diane (Kunstgriff) mit einer Suppe aus Rote Beete und Meerrettich.Dann GelberĂŒben und Kartoffeln mit Quark, Salat vom regionalen Acker, Saft von der Kelterei Stadler, Biere von der Schlossbrauerei Stein, WĂ€sser von der St. Leonhardsquelle.

Alle samt den »sieben Geboten von Dr. von Koerber« folgend: biologisch, regional, saisonal, gemĂŒsebetont, genĂŒsslich und lecker.Theorie und Praxis verknĂŒpften sich so zu einem optimalen Lerneffekt, der gewiss eine VerhaltensĂ€nderung auslöst

     
 
 

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