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Klima-Werkstatt
Klimaschutz- und Anpassungspotenziale einer Region und ihre Erschließung

Chiemgau - Inn - Salzach - Berchtesgadener Land

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Fotos: pixelio.de

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Klimaszenarien fĂĽr die Region Chiemgau - Inn - Salzach - Berchtesgadener Land

Der Klimawandel ist ein Fakt und die Dringlichkeit jetzt zu handeln ist hoch. Laut Einschätzung des Klimaforschers Prof. Seiler vom Institut fĂĽr Meteorologie und Klimaforschung in Garmisch-Partenkirchen ist „der Klimawandel in den nächsten 30 Jahren nicht mehr zu vermeiden. Wir werden uns mit den Folgen auseinandersetzen mĂĽssen.“ Um die Auswirkungen des Klimawandels fĂĽr unsere Modellregion und fĂĽr unser Projekt besser bewerten zu können, erarbeitete das Institut fĂĽr Meteorologie und Klimaforschung, Bereich Atmosphärische Umweltforschung (IMK-IFU) Szenarien fĂĽr mögliche Klimaänderungen in der Region Chiemgau-Inn-Salzach-Berchtesgadener Land von 2070 zum Jahr 2099.


Heute

Schon jetzt sind erste Auswirkungen des Klimawandels zu beobachten. Seit Beginn der Temperaturmessungen im Jahr 1860 ist die globale mittlere Jahrestemperatur um 0,9 °C gestiegen. Diese Zahl erlangt eine besondere Brisanz, wenn man sich ins Bewusstsein ruft, dass die Temperaturschwankungen zwischen der letzten Eiszeit und der heutigen Warmzeit nur gerade einmal 4 °C betragen. Auch in Deutschland lässt sich ein Anstieg der mittleren Jahrestemperatur um bis 2 °C feststellen. Hinzu kommt eine saisonale Umverteilung des Niederschlags mit einem Anstieg im Frühjahr und im Spätwinter und einer Abnahme um bis mehr als 20% im Sommer, jedoch mit großen regionalen Unterschieden. Zusätzlich lässt sich ein Anstieg der Anzahl und Intensitäten von meteorologischen Extremereignissen (u.a. Starkniederschlag, Trockenheit, Hitzewellen, Sturm) in Deutschland verzeichnen.


Morgen

Vergleicht man die Zeiträume 1960-89 und 2070-2099 miteinander, so ist mit einem Anstieg der mittleren Jahrestemperatur von ca. 3°C in der Region Chiemgau–Inn–Salzach–Berchtesgadener Land zu rechnen. Besonders die Sommer werden heißer sein! Zusätzlich muss mit einer deutliche Abnahme des Sommerniederschlages um bis 30% gerechnet werden. Das heißt es wird zukünftig längere und intensivere Trockenperioden geben. Ebenfalls werden die Starkniederschläge in der Region zunehmen.
Auswirkungen der Klimaänderungen:

  • Durch die Zunahme der Sturmereignisse werden ansteigende Schadenssummen zu verzeichnen sein, besonders durch Windbruch, ErnteeinbuĂźen, Gebäudeschäden.
  • Hochwassersituationen (kleine FlieĂźgewässer, Wohngebiete) werden sich durch Intensivierung der Niederschlagsereignisse und Wechsel von Schnee in Regen häufen.
  • Die naturnahen und land- bzw. forstwirtschaftlich genutzten Ă–kosysteme werden sich u. a. durch DĂĽrren, Waldbrände, Schädlinge, veränderte Vegetationsperiode verändern.
  • Die WasserverfĂĽgbarkeit und Grundwasserneubildung wird abnehmen mit Auswirkungen auf die Trinkwasserversorgung, Wasserkraft, KĂĽhlwasser fĂĽr Kraftwerke und die Landwirtschaft.

 


Siehe auch

Bericht: "Regionalbezogene statistische Analyse der DEKLIM-Daten", IMK-IFU

kurze Zusammenfassung des IMK-IFU Berichtes

Bericht: "Auswirkung der Klimaänderung auf den Wasserhaushalt der Alz" 

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