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Klima-Werkstatt
Klimaschutz- und Anpassungspotenziale einer Region und ihre Erschlieung

Chiemgau - Inn - Salzach - Berchtesgadener Land

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Regionales Forum zur Stärkung des Grünlandes


Ziele des Projekts

Grünland erfüllt zum einen vielfältige Funktionen zum Schutz natürlicher Ressourcen. Zum anderen gibt es auch wirtschaftliche und gesellschaftliche Interessen an einer Grünlandbewirtschaftung (vgl. Folie "Funktionen des Grünlands"). Ziel im Handlungsfel Landwirtschaft und Wasser ist daher die Stärkung des Grünlands zur Sicherung seiner multifunktionellen Wirkungen für Ressourcenschutz und Gesellschaft. Um dieses Ziel zu erreichen, werden derzeit folgende Modellprojekte und Aktionen verfolgt:  


Bild: lukasdavid/aboutpixel.de

  • Fortbildung und Vernetzung der regionalen Wasserschutzberater und der trinkwassersensiblen Kommunen zur Vorbereitung auf den Klimawandel 

    Die Erhöhung des Grünlandanteils in Wasserschutzgebieten stellt eine geeignete Möglichkeit dar, um die Qualität des Trinkwassers auch unter zukünftigen klimatischen Bedingungen nachhaltig zu sichern. Durch die Fortbildung regionaler Wasserschutzberater soll zum einen Expertenwissen vermittelt werden, zum anderen soll eine Vernetzung und Zusammenarbeit der Wasserschutzberater und der trinkwassersensiblen Kommunen erreicht werden.

  • Informationsveranstaltungen und Arbeitskreise zur Möglichkeit der Erhöhung der Grünfutterqualität durch Grastrocknung mit Hackschnitzelheizwerken 

    Grünland hat in großen Teilen der Region einen hohen Anteil an der landwirtschaftlichen Nutzfläche. Durch die Trocknung des Grases lässt sich der Futterwert deutlich erhöhen und ist dann sogar geeignet, Sojaschrot als Eiweißfutter zu substituieren. Durch eine Trocknung über die Abwärme von Hackschnitzelheizwerken ist zudem noch eine Minderung von Treibhausgasemissionen möglich. In diesem Zusammenhang sollen Informationsveranstaltungen und Arbeitskreise für Landwirte durchgeführt werden, bei denen Expertenwissen und gute Beispiele aus der Praxis näher gebracht werden.

  • Informationsveranstaltungen und Aktionen über den Mehrwert von grünlandbasierten Fleisch- und Milchprodukten für Verbraucher und Verarbeiter

  • Durch eine Grasfütterung lässt sich die Qualität der daraus erzeugten Produkte nachweislich erhöhen, wodurch Wertschöpfungsmöglichkeiten für Erzeuger und Verarbeiter sowie Zusatznutzen für Verbraucher entstehen. Um diese positiven Effekte, die zu einer Stärkung des Grünlands beitragen, werden:

  • a) die Vorteile und Mehrwerte von grünlandbasierten Milch- und Fleischprodukten für Verbraucher aufgearbeitet,

  • b) interessierte Verarbeiter und Vermarkter von grünlandbasierten Milch- und Fleischprodukten identifiziert und ihr Unterstützungsbedarf analysiert,

  • c) den interessierten Verarbeitern und Vermarktern Hilfestellungen und Bündelungsmöglichkeiten angeboten.

  • Fortbildung landwirtschaftlicher Betriebe durch:

  • a) Aufzeigen von regional praktizierenden erfolgreichen Grünlandbetrieben durch Informationsveranstaltungen, Arbeitskreise und Exkursionen. Es werden erfolgreiche Grünlandbetriebe erfasst und ihre betrieblichen Vorteile gegenüber einer kraftfutterbasierten Milchviehhaltung herausgearbeitet. 

  • b) Abschätzungen der Auswirkungen des Klimawandels sowie mögliche Anpassungsstrategien für regionale Grünlandbetriebe.. Es werden für regionaltypische Grünlandbetriebe die Wirkungen des Klimawandels abgeschätzt und Anpassungsstrategien entwickelt. Dabei werden auch mögliche Gefährdungen der Grünlandproduktion durch die Extremwetterereignisse Hitze und Trockenheit einbezogen.



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